KOSMISCHE BOTSCHAFT an die Menschheit

KOSMISCHE BOTSCHAFT an die Menschheit
Klick das Bild an :) Wir befinden uns in einem Goldenen Zeitalter, in dem das universale Einheitsbewussstsein in uns erwachen kann, und uns Bedingungslose Liebe, Frieden, Wohlstand und Gesundheit ermöglicht. Aktuelle wissenschafftliche Erkennntnisse... Ξ~ We Are ⓞne ~Ξ

Jiddu Krishnamurti

Jiddu Krishnamurti
Wir werden sehen wie wichtig es ist die radikale Revolution in den Köpfen der Menschen zu verursachen. Die Krise ist eine Krise des Bewusstseins. Ein Krise, die nicht mehr die alten Normen akzeptieren kann, die alten Muster, die uralten Traditionen. Wenn man in Betracht zieht, was die Welt jetzt ist, mit all dem Elend, den Konflikten, der zerstörerischen Brutalität, Aggressionen usw. Der Mensch ist immer noch wie er war. Er ist immer noch brutal, zerstörerisch, aggressiv, habgierig, wetteifernd. Er hat eine Gesellschaft darauf aufgebaut.

Sonntag, 4. September 2016

Chapter 28: Psychopathie /Unsicherheit 29 Das Böse inkl WUNDER

Es gibt immer einige Menschen, die einen gegebenen kulturellen Wesenszug in extremer Form verkörpern und uns so einen Spiegel vorhalten, damit wir ihn in uns selbst erkennen können. Solche wären auch die Psychopathen.

Und trotzdem haben Menschen mit psychopathischen Tendenzen heute viel Macht und werden auch alles tun, um das, was sie bedroht, zu verhindern. Heißt das, wir müssten nun doch Gewalt anwenden? Ich meine nicht, dass wir sie kategorisch ausschließen sollten. Es gibt Situationen, in denen ich persönlich Gewalt anwenden könnte, beispielsweise wenn jemand meine Kinder bedroht. Aber es ist gefährlich von solchen Situationen auf andere zu schließen: Ehe ich mich´s versehe, braut jemand das Szenario einer “tickenden Zeitbombe” zusammen, um Folter als Mittel für politische Zwecke zu rechtfertigen mit dem Argument, dass auf indirekte Weise meine Kinder bedroht werden. Darüber hinaus hält selbst der Versuch ethische Prinzipien festzulegen, wann Gewalt angemessen ist oder nicht, eine gefährliche Illusion aufrecht: dass wir Entscheidungen treffen sollten (und manchmal tatsächlich auch treffen), indem wir uns vorher Leitprinzipien überlegen, aus denen heraus wir dann später in der betreffenden Situation handeln. Aber tatsächlich glaube ich, dass, was auch immer ich hier schreibe und welche Überzeugungen ich auch immer bekunde, wenn meine Kinder wirklich einmal bedroht werden, etwas anderes das Kommando übernehmen würde. Würde ich kämpfen? Vielleicht. Würde ich dem Mann gefasst begegnen und sagen: “Sie müssen ziemlich verzweifelt sein um das zu tun. Wie kann ich ihnen helfen?” Vielleicht. Diese Entscheidung wäre sicherlich zum Teil von lebenslangen Erfahrungen und Erlerntem abhängig. Wenn ich die Gewaltlosigkeit in Theorie und Praxis gründlich erforscht habe, ist es vielleicht wahrscheinlicher, dass ich sie erfolgreich in einem Fall anwende, wo Kampf tatsächlich nicht die beste Entscheidung ist. Aber es ist etwas ganz anderes, den Geist des gewaltlosen Handelns zu absorbieren und zu integrieren, als das in der Form einer Regel zu formulieren in dem Glauben, diese im gegebenen Moment dann auch tatsächlich bei sich durchzusetzen. Der Anspruch, “ein Mann mit Prinzipien” zu sein, ist eine Form der Separation, ein Teil des Programms der Kontrolle. Damit versucht man, das Bauchgefühl, den Instinkt und oft auch das Herz außer Kraft zu setzen. Wie viele Gräueltaten der Geschichte wurden mit dem einen oder anderen Prinzip gerechtfertigt?

Außerdem hatte ich auch viel Umgang mit einigen psychopathischen Menschen, von denen zumindest einer ein ausgeprägter solcher war: ein Mann, dessen Skrupellosigkeit keine Grenzen kannte. Ich werde ich C. nennen. Er hatte auch andere typisch psychopathische Wesenszüge: Er konnte sich redegewandt für alles rechtfertigen, ihm fehlte jede Scham, er zeigte eine extreme Impulsivität, hatte außergewöhnliches Charisma und großen körperlichen Mut, der oft die Grenze zur Tollkühnheit überschritt. Aber es gab ein paar Gelegenheiten, bei denen ich einen flüchtigen Blick auf etwas anderes erhaschte, eine Zartheit, eine Reinheit, die sich auf sehr verschlungenen Wegen äußerte, beispielsweise als spontane, geheime und manchmal selbstlose Gesten der Großzügigkeit oder Fürsorge. Diese waren ganz anders als die zynischen Verhaltensweisen, die er gewöhnlich an den Tag legte, um als Klassetyp dazustehen. Da gab es noch etwas anderes, ein echtes menschliches Wesen. Soweit ich weiß, liegt dieses wahrhaft menschliche Wesen immer noch tief vergraben, aber es ist da, und vielleicht erwacht es wieder – irgendwann, irgendwie.



http://charleseisenstein.net/chapter-27-psychopathie/

27) Wie es sich trifft, weiß ich ganz bestimmt, dass Psychopathen sich ändern können, weil ich einen kenne, der es getan hat. Damals, als ich an der Universität unterrichtete, kam ein 22-jähriger Student in mein Büro mit einem ziemlich schockierenden Geständnis. Er sagte mir in ruhigem Ton und ohne Anzeichen von Angeberei oder Scham: “Ich bin der größte Kokaindealer in XY. Ich mache wöchentlich einen Gewinn von 10.000 Dollar, und gebe alles wieder aus. Ich trinke jeden Tag Dom Pérignon. Wenn ich abends ausgehe, habe ich immer vier Bodyguards mit. Ich habe gehört, der Staatsanwalt hat eine Akte über mich, aber das ist mir egal.”
“Na, das klingt ja ziemlich gut,” meinte ich, “wo liegt denn das Problem?” Er sagte: “Irgendwie habe ich keine Lust mehr. Es gibt mir nichts mehr. Ich laufe über den Campus und statt Gesichtern sehe ich nur wandelnde Hundertdollarscheine. Jeder von ihnen wird seinem Dealer einen Hundertdollarschein geben, der ihn seinem Verteiler gibt, der ihn mir gibt. Mir verschafft es keinen Kitzel mehr. Ich denke, ich werde meinen Beruf aufgeben müssen.” “Das wird nicht einfach”, gab ich zu bedenken. Einmal in diesen Kreisen ist es fast unmöglich, sie wieder zu verlassen. “Tausend Hände werden dich wieder hineinziehen.”
Es war keine leichte Sache für F. seinen Job zu wechseln. So wie viele Psychopathen war er nicht nur in seiner Gefühllosigkeit außergewöhnlich: Er besaß auch außergewöhnliche Kreativität, Charisma und Einfallsreichtum und hatte keine Geduld gegenüber konventionellen Regeln und Sitten. In fast jedem Job stieß er sich sehr schnell an der Frage: “Was soll ich hier?” Seinen ersten Job hatte er in einer Eisdiele, wo er schnell die Einstellung an den Tag legte: “Schaufel dir doch deine verdammte Eiscreme selber!”. Er bekam einen Job, in dem er Hypotheken verkaufte, brach gleich im ersten Monat alle Verkaufsrekorde und kündigte. Er wurde Fotograf, und obwohl er keine Erfahrung hatte, verdiente er in wenigen Monaten tausende Dollar pro Session – nicht nur wegen seiner Verkaufstüchtigkeit, sondern wegen seiner Fähigkeit, die Leute dazu zu bringen, ihre gewohnten Schutzmechanismen fallen zu lassen. Das reizte sein Interesse ein wenig länger, aber auch hierin sah er bald schon keinen Sinn mehr. Er wollte sich mehr auf den kreativen Ausdruck konzentrieren und war bald von den Arbeiten gelangweilt, die man gewöhnlich macht, um damit viel Geld zu verdienen. Er begann kostenlos zu arbeiten.
In dieser Phase begann F. einen überwältigenden emotionalen und psychologischen Schmerz zu spüren, vor allem, als er sich entschied, das Trinken aufzugeben. Er wurde zu einem Menschen mit nicht nur einer normalen, sondern einer außergewöhnlichen Fähigkeit zu fühlen. Heute verbringt er seine Zeit zu Hause mit seinem kleinen Sohn und spielt mit Fotografie und anderer digitaler Kunst. Ich weiß nicht, worauf er seine erstaunlichen Fähigkeiten noch verwenden wird. Unsere Gesellschaft bietet für Leute wie ihn keine vorgefertigten Positionen. Er musste sich selbst klein machen um hineinzupassen. Wie wäre die Welt, wenn sie sich ausdehnte, um für Menschen wie ihn Platz zu bieten?
Seine Situation ist auch unsere. Die Gesellschaft macht uns künstlich klein, damit wir in ihre Schubladen passen, ein Projekt, bei dem wir zu Mittätern werden. Für Menschen, bei denen das Programm der Verkleinerung nicht gelingt, oder wenn die unterdrückte Energie nicht beherrscht werden kann, hat die Gesellschaft keinen Platz. Es ist unmöglich, in vollem Umfang zu fühlen und dennoch ein funktionierendes Mitglied der normalen Gesellschaft zu sein. Wenn wir zu viel fühlen, wenn wir uns zu sehr um etwas kümmern, und wenn uns die uns zugewiesenen Rollen, mit denen wir die Räder der Maschine am Laufen halten, unerträglich werden – gute Nachricht, denn dies ist genau jene Maschine, mit der wir gerade über die Klippe rasen.

Chapter 29
Vor kurzem verkaufte mein Sohn einem anderen Kind aus der Nachbarschaft einen Gegenstand für 75 Dollar. Er traf sich mit dem Jungen, aber statt zu zahlen, griff sich der Junge den Gegenstand und rannte davon. Jimi rannte hinterher, konnte ihn aber nicht einholen. Ein anderer Junge, Mitglied einer ortsansässigen Bande, sah die Szene und fragte Jimi, warum er den anderen verfolgte. Jimi erzählte es ihm, woraufhin der eine Pistole hervorzog und sagte: “Ich werde dir helfen, die Sache zu regeln. Ich weiß, wo er wohnt.” Jimi sagte: “Ich komme darauf zurück.” An dem Abend erzählte er mir die Geschichte und fragte: “Was denkst du sollte ich tun, Papa?”
Ich dachte einen Moment darüber nach und sagte: “Naja, du bist hier in einer Position der Stärke und könntest wahrscheinlich dein Geld mit Gewalt zurückbekommen. Aber wenn du den Dieb mit dem pistolenschwingenden Jungen besuchen gehst und deinen Gegenstand zurückbekommst oder das Geld, dann weißt du, wie sich die Geschichte weiter entwickeln wird. Der Junge wird sich rächen wollen, entweder an dir, oder wahrscheinlicher noch, an jemand Schwächerem. Der Kreislauf der Gewalt wird sich fortsetzen. Warum nicht stattdessen die Situation umwandeln? Du könntest dem Bandenmitglied eine Nachricht senden, in der du sagst: ‘Weißt du, wenn er das Ding wirklich so gerne haben möchte, sag ihm, dass ich es ihm schenke. Wirklich. Es ist nur ein Ding.'” Ich erklärte Jimi weiter, dass dieser Ansatz nicht funktionieren würde, wenn er nicht schon die Oberhand hätte, denn sonst würde es als Kapitulation angesehen werden. Aber in der jetzigen Situation wäre diese Botschaft vollkommen ungewöhnlich.
Jimi sagte, er wolle darüber nachdenken. Er folgte meinem Vorschlag nicht, aber lassen Sie mich erzählen, was weiter passiert ist. Später in der Woche arrangierte Jimi ein Treffen mit dem Dieb. Er ließ sich von seinem Freund M. begleiten, einem Kampfsportspezialisten. Der Dieb brachte ebenfalls zwei Freunde mit. Er sagte, er wolle den Gegenstand auf jeden Fall behalten und nichts dafür bezahlen. Seine zwei Freunde begannen, ihn und Jimi aufzustacheln darum zu kämpfen. Jimi (der 1,88 Meter groß ist und auch der Kampfkunst kundig) sagte: “Vergiss es, ich werde nicht mit dir um dieses unwichtige materielle Objekt kämpfen. Behalt es. Ich will dein Geld nicht.”
Der Dieb war wie vor den Kopf gestoßen. Dann sagte er: “Weißt du, das fühlt sich nicht richtig an. Ich hätte es mir nicht so nehmen sollen. Lass mich dir wenigsten etwas Geld geben. 50 Dollar vielleicht? Das ist alles, was ich mir leisten kann.”
Wo beide einander zuvor in einer Geschichte der Feindschaft gehalten hatten, war nun Menschlichkeit.

Pancho Ramos Stierle unterhält ein Friedenshaus an der Grenze zweier Bandenterritorien in einer der schlimmsten Wohngegenden in Oakland, Kalifornien. Leute erzählen mir, dass nicht nur einmal ortsansässige Personen das Haus mit der Absicht zu rauben oder zu töten betraten, um es dann als Friedensarbeiter wieder zu verlassen.
Vor Jahren war Pancho an Protesten an der Universität in Berkley beteiligt, wo er gerade in Astrophysik promovierte. Er war Teil einer Studentengruppe, die öffentlich fastete, um gegen die Mitwirkung der Universität an der Entwicklung von Nuklearwaffen zu protestieren. Nach neun Tagen ging der Universität die Geduld aus, und sie holte die Polizei, um ein Exempel an den Hungerstreikenden zu statuieren. Die Polizisten durchbrachen die Menschenkette, die die Protestierenden gebildet hatten, indem sie ihre Arme mineinander verschränkten, und ein Polizist hob den dünnen Pancho in die Luft, donnerte ihn auf den Betonboden und verpasste ihm Handschellen.
An diesem Punkt würden wahrscheinlich die meisten von uns in die Geschichte und die Gewohnheiten der Separation zurückfallen. Wir würden vielleicht mit Hass und Sarkasmus reagieren und den Polizisten verurteilen. Weil wir nicht die physische Kraft haben die Polizisten zu besiegen, könnten wir stattdessen versuchen, sie öffentlich zu demütigen. Wenn ich es gewesen wäre, so stelle ich mir vor, würde ich meine lebenslange Empörung über die Ungerechtigkeiten dieser Welt auf die Person des Polizisten projizieren. Endlich jemand, den man beschuldigen und hassen kann. Je schlimmer er mich behandelt, desto zufriedener wäre ich, desto mehr wäre ich ein Märtyrer, Unschuldiger und Untadeliger. Es fühlt sich irgendwie gut an, nicht wahr, jemand Unmenschlichen zu haben, den man ohne Gewissensbisse hassen kann. Man fühlt sich entlastet. Und das Böse zu personifizieren lässt die Probleme der Welt viel einfacher erscheinen – man muss nur diese scheußlichen Leute loswerden.
Pancho reagierte anders.i Er schaute dem Polizisten in die Augen und sagte mit Liebe und ohne den Versuch, ihm Schuldgefühle zu machen: “Bruder, ich vergebe dir. Ich tue das hier nicht für mich, ich tue es nicht für dich. Ich tue es für deine Kinder und deine Kindeskinder.” Der Polizist war einen Augenblick verwirrt. Dann fragte Pancho ihn nach seinem Vornamen und sagte: “Bruder, lass mich raten, du magst bestimmt mexikanisches Essen.” [Betretene Pause.] “Ja.” “Nun, ich kenne da dieses Restaurant in San Francisco, dort haben sie die besten Carnitas, Fajitas und Quesasdillas, und ich sage dir was, wenn ich hier fertig bin, und wenn du hier fertig bist, dann möchte ich mit dir mein Fasten brechen. Was sagst du dazu?” Erstaunlicherweise akzeptierte der Polizist die Einladung.ii Wie könnte er nicht? Er lockerte Panchos Handschellen und auch die der anderen Protestierenden. Die Kraft von Panchos Aktion ergab sich daraus, dass er aus einer anderen Geschichte kam und darin so sicher stand, dass er den Raum dieser Geschichte für andere Leute wie den Polizisten, hielt, so dass dieser ebenfalls in sie eintreten konnte.
Das Daodejing sagt: “Es gibt kein größeres Unglück als deinen Feind zu unterschätzen. Deinen Feind zu unterschätzen bedeutet, ihn für böse zu halten. So zerstörst du deine drei Schätze und wirst selbst ein Feind” (Vers 69 in der Übersetzung von Mitchell). Die Geschichten von Pancho und meinem Sohn illustrieren dies. Mich schaudert bei dem Gedanken an das Unglück, das aus der “Unterschätzung” des Gegners hätte resultieren können.iii Selbst wenn der Polizist gedemütigt oder bestraft worden wäre, selbst wenn der Dieb niedergeschlagen worden wäre, der wahre “Feind” hätte triumphiert. Das Ausmaß an Hass auf dieser Welt wäre nicht gemindert worden.
Ich möchte ganz deutlich feststellen: Damit Worte wie die Panchos wirken, müssen sie absolut authentisch sein. Wenn man sie sagt aber nicht meint, wenn man sie eigentlich sagt, um seinen Unterdrücker als noch abscheulicher vorzuführen, weil er eine gewaltlose Menschenliebe zurückweist, dann wird er einem wahrscheinlich den Gefallen tun und die Rolle des Bösewichts spielen. Menschen, und vor allem Polizisten, wissen, wann sie manipuliert werden, und sie mögen es gar nicht. Das Ziel einer gewaltlosen Reaktion ist nicht zu zeigen, was für ein guter Mensch man selbst ist. Es geht noch nicht einmal darum, ein guter Mensch zu sein. Es geht einfach um das Verstehen der Wahrheit. Pancho meinte, was er sagte. Er wusste, dass der Polizist eigentlich nicht tun wollte, was er tat. Er sah ihn mit dem unerschütterlichen Wissen: “So bist du nicht wirklich. Deine Seele ist zu schön, um das zu tun.”


Meine Freundin Cynthia Jurs traf Christian Bethelson, als sie Friedensarbeit in Liberia leistete, das in den 1990ern unter einen grausamen Bürgerkrieg litt. Als Rebellenführer unter dem Pseudonym “General Leopard” bekannt, war Bethelson berüchtigt in einem Umfeld von Massakern, Kindersoldaten und Folter. Wenn irgendein Mensch böse ist, dann wäre er es gewesen; er war mit seinen eigenen Worten ein Mann “ohne Gewissen”. Schließlich endete der Krieg und damit auch Bethelsons Lebensgrundlage: Er konnte nichts anderes als töten. Er entschloss sich, in den nächstgelegenen Krieg zu ziehen, an der Elfenbeinküste, wo es Nachfrage nach seinen grausigen Diensten geben mochte. Auf dem Weg dahin blieb sein Auto im Schlamm stecken. Wer würde erraten, dass ein anderes Auto auf dem selben Straßenabschnitt zur selben Zeit ebenfalls im Schlamm steckte, und dass in diesem Auto Mitglieder einer Friedensgruppe namens “Everyday Gandhis” saßen? Neugierig gemacht von ihrer Unterhaltung, gab er sich als ehemaliger Rebellenführer zu erkennen. Er dachte, sie würden ihn verteufeln, ihn vielleicht sogar verprügeln, aber zu seinem Erstaunen versammelte sich die Gruppe um ihn, umarmte ihn und sagt ihm, dass sie ihn liebten. Er entschied, sich ihnen anzuschließen und sein Leben dem Frieden zu widmen.
Lassen Sie uns kein geringeres Wunder für den gesamten Planeten erwarten. Nehmen wir die Einladung in einen größeren Sinn für das Mögliche an, die es uns bietet.

Mittwoch, 31. August 2016

Die drei Samen / Gefunden bei Charles Eisenstein Die schönere Welt, die unser Herz kennt, ist möglich

Zum Glück haben wir auf unserem Weg in die Separation drei Samen der Wiedervereinigung eingeschmuggelt, drei Kanäle auf denen Weisheiten von einst und aus künftigen Zeiten einfließen können. Vielleicht sind es auch mehr als drei! Aber so erzähle ich die Geschichte:

Die drei Samen

Vor langer Zeit machte sich der Stamm der Menschheit auf eine lange Reise an einen Ort, genannt Separation. Sie war kein Fehler, wie manche vielleicht denken, wenn sie ihre Spur der Verwüstung auf dem Planeten sehen; sie war auch kein Niedergang und ebensowenig Ausdruck eines besonders der menschlichen Spezies angeborenen Bösen. Es war eine Reise mit einem Ziel: die Extreme der Separation zu erfahren, die Fähigkeiten zu entwickeln, die in der Reaktion darauf entstehen, und das alles in einem Zeitalter der Wiedervereinigung zu integrieren.
Aber wir wussten von Beginn an, dass in dieser Reise eine Gefahr lag: uns in der Separation zu verlieren und nie wieder zurückzukommen. Wir riskierten, uns von der Natur so stark zu entfremden, dass wir unsere eigene Lebensgrundlage zerstören; wir riskierten, voneinander so gründlich abgeschnitten zu werden, dass unsere armen Egos, nackt und zu Tode erschrocken, unfähig sein würden, sich wieder der Gemeinschaft alles Seienden anzuschließen. Mit anderen Worten, wir sahen die Krise vorher, vor der wir heute stehen.
Aus diesem Grund pflanzen wir vor tausenden von Jahren drei Samen, die zu keimen beginnen würden, wenn unser Weg in die Separation sein Äußerstes erreichen würde. Drei Samen, drei Überlieferungen von der Vergangenheit an die Zukunft, drei Wege, um die Wahrheit über die Welt, das Selbst und das Wissen, wie man Mensch ist, zu bewahren und zu überliefern.
Stellen Sie sich vor, Sie lebten vor dreißigtausend Jahren und hätten eine Vision von allem, was kommen würde: symbolische Sprache, das Benennen und Katalogisieren der Welt; die Landwirtschaft, die Zähmung des Wilden, die Herrschaft über die anderen Arten und das Land; die “Maschine”, die Beherrschung der Naturkräfte; das Vergessen, wie schön und perfekt die Welt ist; die Atomisierung der Gesellschaft; eine Welt, in der Menschen sich sogar fürchten, aus den Bächen und Flüssen zu trinken, in der wir unter Fremden leben und nicht einmal die Menschen nebenan kennen, in der wir mit einem Knopfdruck auf der ganzen Welt töten können, in der sich die Meere schwarz färben und die Luft unsere Lungen verbrennt, in der wir so gebrochen sind, dass wir es gar nicht mehr wagen uns zu erinnern, dass es so nicht sein sollte. Stellen Sie sich vor, Sie sahen das alles kommen. Wie würden Sie den Menschen in dreißigtausend Jahren helfen? Wie würden Sie Information, Wissen und Hilfe über eine so große Zeitkluft schicken? Vielleicht ist es wirklich so geschehen. So kommt es, dass wir die drei Samen haben.
Der erste der Samen sind die Weisheitstraditionen: Traditionen, die tausende Jahre zurück reichen, die essentielles Wissen bewahrten und beschützten. Vom Meister an den Schüler, überall auf der Welt, gaben verschiedene Weisheitstraditionen ihre Lehren im Geheimen weiter. Hüter der Weisheit, Sufis, Zen-Meister, Kabbalisten, taoistische Magier, christliche Mystiker, Hindu-Swamis, und viele anderen versteckten sich in jeder der Religionen und bewahrten das Wissen sicher für die Zeit, in der die Welt bereit sein würde, es sich wieder anzueignen. Diese Zeit ist jetzt, und sie haben ihre Aufgabe gut gemacht. Viele spirituellen Lehrer, selbst der Dalai Lama, sagen, dass die Zeit der Geheimnisse jetzt vorbei ist. Zu früh veröffentlicht wurde das Wissen vereinnahmt, missbraucht oder meist einfach ignoriert. Als wir noch nicht das Territorium der Separationdurchmessen hatten, als wir immer noch damit beschäftigt waren, unsere Eroberung der Natur voranzutreiben, als die Geschichte vom Aufstieg der Menschheit noch nicht abgeschlossen war, waren wir noch nicht bereit, von Wiedervereinigung, Verbundenheit, Interdependenz und Interbeing zu hören. Wir glaubten, die Antwort wäre mehr Kontrolle, mehr Technologie, mehr Logik, eine besser konzipierte Gesellschaft basierend auf rationaler Ethik, mehr Kontrolle über Materie, Natur, und die menschliche Natur. Aber jetzt versagen die alten Paradigmen, und das Bewusstsein der Menschheit hat einen Grad an Aufnahmefähigkeit erreicht, der es diesem Samen erlaubt, sich über die ganze Erde zu verbreiten. Er wurde ausgebracht und keimt allerorts in uns.
Der zweite Samen waren die heiligen Geschichten: Mythen, Legenden, Märchen, Folklore und die ewigen Themen, die immer wieder in verschiedener Gestalt überall in der Geschichte auftauchen. Sie waren immer bei uns, auf dass wir, so weit wir uns auch in das Labyrinth der Separation hineinwagten, immer einen Rettungsfaden zur Wahrheit hatten, so zart und verworren er auch war. Die Geschichten nähren diesen kleinen Erinnerungsfunken in uns, der unsere Herkunft und unser Ziel kennt. Die Altvordern, die wussten, dass die Wahrheit vereinnahmt und verzerrt werden würde, wenn sie unverschlüsselt bliebe, verstauten sie in den Geschichten. Hören oder lesen wir diese Geschichten, so beeinflussen sie uns auf einer unbewussten Ebene, selbst wenn wir die Symbolik nicht entschlüsseln können. Mythen und Märchen stellen eine sehr ausgeklügelte psychologische Taktik dar. Jede Generation von Geschichtenerzählern transportiert, ohne es zu beabsichtigen, die versteckte Weisheit, die sie selbst unbewusst über jene Geschichten erfuhren, die ihnen erzählt wurden.
Ohne direkt den Mustern von Separation und Aufstieg zu widersprechen, schmuggelten unsere Geschichten und Mythen ein ganz anderes Verständnis von Wirklichkeit ein. Unter dem Vorwand “es ist ja nur eine Geschichte,” überliefern sie eine emotionale, poetische und spirituelle Wahrheit, die der linearen Logik, dem Reduktionismus, Determinismus und der Objektivität widerspricht. Ich meine hier nicht moralistische Erzählungen. Von ihnen überbringen die meisten wenig Wahrheit. Um den zweiten Samen zu überliefern, müssen wir uns unseren Geschichten bescheiden hingeben und dürfen nicht versuchen, sie für unsere eigenen moralistischen Zwecke umzubiegen. Sie wurden von Wesen geschaffen, die viel weiser waren als unser modernes Selbst. Wenn Sie Geschichten erzählen oder überliefern, behandeln Sie ihre ursprüngliche Form respektvoll, und verändern Sie sie nicht, solange nicht wirklich eine poetische Aufwallung Sie dazu drängt. Achten Sie darauf, welche Kinderliteratur sich wie eine wahre Geschichte anfühlt. Der Großteil der modernen Kinderliteratur tut es nicht. Sie können eine wahre Geschichte an der Art und Weise erkennen, wie ihre Bilder im Kopf nachklingen. Sie prägt sich in die Psyche ein. Man bekommt das Gefühl, dass neben der Handlung noch etwas anderes übermittelt wurde, etwas Unsichtbares. Meist sind solche Geschichten reich an Symbolen, die oft sogar ihren Verfassern nicht bekannt sind. Ein Vergleich zwischen zwei Kinderbüchern aus dem 20. Jahrhundert illustriert, was ich meine: Vergleichen Sie eine Geschichte von den Berenstain Bears mit der Geschichte “Wie der Grinch Weihnachten gestohlen hat”. Nur letztere hat, was den Geist einer wahren Geschichte kennzeichnet, Bestand in der Psyche und ist reich an archetypischer Symbolik.
Der dritte Samen waren die indigenen Stämme, die Menschen, die sich entschlossen, an einem gewissen Punkt vom Weg in die Separation abzuzweigen. Stellen Sie sich vor, dass sich der Rat der Menschheit am Beginn der Reise versammelte, und sich einige Mitglieder freiwillig meldeten, um in weit abgelegenen Regionen auszuharren und auf die Separation zu verzichten. Das bedeutete, dass sie es ablehnten, eine feindliche, kontrollierende Beziehung zur Natur einzugehen, und dass sie sich damit auch dem Prozess verweigerten, der zur Entwicklung von Hochtechnologie führte. Das hieß aber weiters, dass sie sich den schrecklichsten Leiden aussetzten, wenn sie von Menschen entdeckt werden würden, die weit in die Separation vorgedrungen waren. Das war unvermeidlich.
Diese Menschen vom dritten Samen haben heute ihre Mission fast erfüllt. Ihre Mission war es, einfach so lange zu überleben, dass sie lebende Beispiele davon liefern konnten, was es heißt, Mensch zu sein. Jeder Stamm überbrachte ein anderes Teilstück – manchmal auch viele Teilstücke – dieses Wissens. Viele von ihnen zeigen uns, wie man das Land, die Tiere und die Pflanzen sieht und sich ihnen gegenüber verhält. Andere zeigen uns, wie man mit Träumen und der Welt des Unsichtbaren umgeht. Manche haben Methoden einer natürlichen Kindererziehung bewahrt, die nun durch Bücher wie The Continuum Concepti verbreitet werden. Manche zeigen uns, wie man ohne Worte kommuniziert – Stämme wie die Hadza und die Pirahã kommunizieren hauptsächlich in Form von Gesängen. Manche zeigen uns, wie man sich von der Vorstellung von einer linearen Zeit befreit. Alle von ihnen geben ein Beispiel für eine Seinsweise, die wir intuitiv wiedererkennen, und nach der wir uns sehnen. Sie rühren an eine Erinnerung in unseren Herzen und wecken unser Sehnen dorthin zurückzukehren.
***
Bei einem Gespräch erzählte mir der Lakota Aloysius Weasel Bear, dass er einst seinen Großvater gefragt hatte: “Großpapa, der Weiße Mann zerstört alles, sollten wir ihn nicht aufhalten?” Sein Großvater antwortete darauf: “Nein, das ist nicht notwendig. Wir werden uns bereit halten. Er wird sich selbst überlisten.” Mit dieser Antwort berücksichtigte der Großvater zwei Dinge: Erstens, dass die Separation den Samen ihres eigenen Untergangs in sich trägt, und zweitens, dass sein Volk die Aufgabe hat, es selbst zu bleiben. Aber ich denke nicht, dass das eine gefühllose Haltung ist, mit der sie den Weißen Mann seiner wohlverdienten Strafe überlassen; es ist eine mitfühlende und helfende Haltung, die anerkennt, wie ungeheuer wichtig es ist, einfach die zu bleiben, die sie sind. Sie halten etwas am Leben, das der Planet und die Gemeinschaft aller Lebewesen brauchen.

Freitag, 26. August 2016

Shambhala-Krieger / Die Shambhala Prophezeiung

Joanna Macy:
„Ich erzähle diese Geschichte gern bei meinen Workshops, denn sie beschreibt unser eigenes Vorhaben und die Schulung, der wir uns unterziehen. Sie stammt von einer Prophezeiung, die vor über zwölf Jahrhunderten im tibetischen Buddhismus entstand. Ich erfuhr davon durch meine tibetischen Freunde in Indien, wo 1980 viel davon die Rede war, dass die Prophezeiung sich in unserer Zeit bewahrheiten würde. Die vorausgesagten Zeichen, so sagten sie, seien jetzt in unserer Generation erkennbar. Da diese Prophezeiung von Zeiten großer Gefahr kündet – von Apokalypse -, war es mir, wie man sich denken kann, sehr wichtig, Näheres darüber zu erfahren.

Es gibt für die Prophezeiung verschiedene Deutungen. Manche beschreiben das Kommen des Königreichs von Shambhala als ein inneres Geschehen, eine Metapher der persönlichen spirituellen Reise und nicht so sehr auf die Welt um uns herum gemünzt. Andere sehen darin ein rein äußeres Ereignis, das in der Welt seinen Gang gehen wird, unabhängig von unserer Entscheidung zu handeln oder in irgendeiner Weise an der Heilung unserer Welt mitzuwirken. Eine dritte Version hörte ich von Choegyal Rinpoche, meinem Freund und Lehrer aus der Tashi-Jong-Gemeinde in Nordindien:

Es kommt eine Zeit, in der alles Leben auf der Erde bedroht ist. In dieser Zeit haben sich große barbarische Kräfte entwickelt, eine in der westlichen Hemisphäre, eine im Zentrum der eurasischen Landmasse. Obwohl diese beiden Mächte ihren gesamten Reichtum für die Vorbereitung ihrer gegenseitigen Vernichtung aufgebracht haben, haben sie doch viel miteinander gemeinsam: Waffen von unvorstellbarer Zerstörungskraft und Technologien, um unsere ganze Welt zu verwüsten. In dieser Zeit, wo die Zukunft des Lebens an einem seidenen Faden hängt, taucht das Königreich von Shambhala auf.
Du kannst nicht dort hingehen, denn es ist kein Ort und kein geopolitisches Gebilde. Es existiert in den Herzen und dem Geist der Shambhala-Krieger. Das ist der Ausdruck, den Choegyal benutzte: „Krieger“.

Du erkennst einen Shambhala-Krieger auch nicht, wenn du ihn oder sie siehst, denn sie tragen keine Uniformen, keine Abzeichen, und keine Fahnen. Sie haben keine Barrikaden, auf die sie steigen können, um auf den Feind loszugehen, oder hinter die sie sich zurückziehen können, um zu ruhen oder sich neu zu formieren. Sie haben nicht einmal ein eigenes Territorium. Sie bewegen sich immer auf dem Terrain der Barbaren.

Doch es kommt die Zeit, wo große Tapferkeit des Herzens und Unerschrockenheit des Handelns von den Shambhala-Kriegern verlangt ist, denn sie müssen geradewegs in die Zentren der barbarischen Mächte gehen, in die Löcher und Höhen und Zitadellen, wo die Waffen verwahrt werden, und sie müssen diese Waffen entschärfen. Um die Waffen, wörtlich und im übertragenden Sinne, unbrauchbar zu machen, müssen sie in die Korridore und Schaltzentralen der Macht gehen, wo die Entscheidungen gefällt werden. Die Shambhala-Krieger haben den Mut, dies zu tun, weil sie wissen, dass diese Waffen „manomaya“ sind, „geistesgemacht“. Vom menschlichen Geist geschaffen, können sie auch vom menschlichen Geist entschärft und zerstört werden. Sie Shambhala-Krieger wissen, dass die Gefahren, die alles Leben auf der Erde bedrohen, nicht von außerirdischen Mächten, satanischen Gottheiten oder der Vorsehung eine bösen Schicksals ausgehen. Sie erwachsen aus unseren Entscheidungen, aus unserer Lebensweise und aus unseren Beziehungen.

In dieser Zeit also begeben sich die Shambhala-Krieger ins Training. Als Choegyal das sagte, fragte ich: „Wie trainieren sie?“ Sie schulen sich, erwiderte er, im Gebrauch zweier Waffen. „Was für Waffen?“ fragte ich. Da hob er seine Hände in die Stellung, in der die Lamas die Ritualgegenstände Glocke und Dorje beim Lamatanz halten.

Die Waffen sind Mitgefühl und Einsicht. Beide sind notwendig, sagte er. Du brauchst das Mitgefühl, denn das ist es, was dir den Antrieb, die Kraft, die Leidenschaft gibt, etwas zu tun. Wenn du dich dem Schmerz der Welt öffnest, kommst du in Bewegung und handelst. Aber diese Waffe allein genügt nicht. Sie kann dich ausbrennen, erschöpfen, deshalb brauchst du die andere -, du brauchst die Einsicht in die radikale wechselseitig bedingte Abhängigkeit aller Phänomene. Diese Weisheit macht dir klar, dass es hier überhaupt nicht um den Kampf zwischen dem guten und dem Bösen geht, denn die Linie zwischen Gut und Böse verläuft mitten durch jedes menschliche Herz. Mit dieser Einsicht in unsere tiefe Verflochtenheit weißt du, dass alles, was aus reinem Herzen getan wird, sich durch das gesamte Gewebe des Lebens ausbreitet, weit darüberhinaus dessen, was messbar oder wahrnehmbar ist. Doch diese Einsicht allein dürfte zu kühl, zu vernunftbezogen sein, als dass sie dich in Bewegung halten könnte – deshalb brauchst du die Hitze des Mitgefühls. Erst gemeinsam – in jedem Shambhala-Krieger und zwischen ihnen – können diese beiden uns zu beharrlichen Verfechtern eines gesunden Wandels machen. Sie sind uns gegeben, damit wir sie annehmen und zur Heilung unserer Welt nutzen.

(Quelle: „Die Wiederentdeckung der sinnlichen Erde“ – Joanna Macy)

Montag, 22. August 2016

Talkradio | Equilibrismus – Eric Bihl im Gespräch

22.09.2013 
https://detektor.fm/wirtschaft/talkradio-equilibrismus-eric-bihl-im-gespraech

Der Equilibrismus ist ein politischer Ansatz, der Kapitalismus und Kommunismus überwinden möchte. Wir sprechen mit einem der Begründer dieser Idee über sein Leben und den Equilibrismus.

Eric Bihl ist Gründer und Vorsitzender des Vereins Equilibrismus e.V. Bihl selbst stammt aus dem Elsass und wohnt heute in München. Er will die Ideen des Vereins in die Welt tragen. Der Equilibrismus soll als ganzheitlicher Ansatz die globalen Probleme lösen.
Nach eigener Aussage will der Verein Natur und Zivilisation wieder in Einklang bringen. Ziel ist es demnach, einem Gleichgewicht näher zu kommen.
Im Talkradio sprechen wir mit Eric Bihl über seine Kindheit auf einem Bauernhof im Elsass, seine Erfahrungen auf Tahiti und ein mögliches Modellprojekt für den Equilibrismus.

Donnerstag, 18. August 2016

Alexander Gerst (d. Astronaut) über seine Sicht auf die Erde

Alexander Gerst (deutscher Astronaut) im Gespräch

Wann war der Blick besonders schön?
Die Aurora zu sehen ist wunderschön. Manchmal flackern grüne Wellen von einem Horizont zum anderen. Das waren Momente, in denen wir über Bordsprechanlage gerufen haben, dass alle in die Kuppel kommen müssen, weil es so unglaublich ist. Wüsten sind auch wahnsinnig schön, so bunt und vielfältig. Die Anden waren toll, Neuseeland. Europa bei Nacht, unglaublich, ein Lichtermeer. Wenn man im Sommer nachts um zehn oder elf über Italien fliegt, sieht man entlang der ganzen Küste Feuerwerke für die Touristen. Es hat eine Weile gedauert, bis ich verstanden habe, dass diese kleinen grünen, roten, blauen Lichter Feuerwerke sind.
Aber Sie fanden nicht immer schön, was Sie gesehen haben. Berühmt wurde Ihr, wie Sie sagen, „traurigstes Bild“, das vom Gaza-Streifen, auf dem man etwas sieht, das Raketenangriffe sein könnten.
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/astronaut-alexander-gerst-im-interview-13511660-p4.html
Wenn man von oben sieht, wie sich die Menschheit bekämpft, ist das traurig. Auch wenn man sich die Atmosphäre genauer anschaut. Die ist hauchdünn, es sieht aus, als könnte man sie wegpusten. Und wir blasen da Dreck und Abgase rein. Das ist grotesk, wenn man das von außen sieht. Die Zerbrechlichkeit der Welt wird einem schmerzlich bewusst. Die Erde ist, soweit wir wissen, der einzige Ort, an dem wir leben können, und wir behandeln ihn, als ob es kein Morgen gäbe. Das ist so, wie wenn man in einem Boot mitten auf dem Ozean sitzt, nur ein paar Ressourcen dabei hat, und anfängt, Dinge über Bord zu werfen und Löcher ins Boot zu machen.
Was wird die Rettung sein? Die Einsicht des Menschen, dass es so nicht weitergehen kann, oder die Raumfahrt, die uns neue Lebenswelten erschließt?
Die Errungenschaften der Raumfahrt sind groß, aber das sollten wir nicht als Ausrede dafür nehmen, dass wir uns nicht um unsere Erde kümmern. Im Gegenteil: Die Perspektive der Raumfahrt kann helfen, dass wir uns besser um unsere Erde kümmern. Wenn wir uns der Situation bewusst sind, werden politische Entscheidungen anders getroffen. Ich denke, wenn man alle Teilnehmer eines Klimagipfels mal in die Raumstation fliegen lassen würde, und die von oben sehen könnten, wie viel Amazonas-Regenwald schon weg ist, würden die sich anders zusammenraufen.
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/astronaut-alexander-gerst-im-interview-13511660-p5.html

Freitag, 5. August 2016

Jean Ziegler

KenFM im Gespräch mit: Jean Ziegler


Jean Ziegler - Der Aufstand des Gewissens
- nicht gehaltene Festspielrede 2011

Jean Ziegler auf dem blauen Sofa zu "Ändere die Welt!"
LESEPROBE: Ändere die Welt!
13.06.2016
Zehn Jahre UN-Menschenrechtsrat "Hoffe, er wird irgendwann überflüssig" 

Freitag, 3. Juni 2016

Bargeld Abschaffen

Max Otte, Peter Hahne, Dirk Müller, Sahra Wagenknecht, Frank Schäffler,
Hans Olaf Henkel, Hans Peter Willsch
https://rettet-unser-bargeld.de/

Norbert Häring: "Die Abschaffung des Bargelds und die Folgen"
Bargeldlos in die totale Überwachung 
Norbert Häring im Gespräch mit Christian Rabhansl
http://www.deutschlandradiokultur.de/norbert-haering-die-abschaffung-des-bargelds-und-die-folgen.1270.de.html?dram:article_id=348156

Montag, 28. März 2016

Aldous Huxley zu Überbevölkerung und Totalitarismus


"(Es wird eine Gesellschaft entstehen) in der die Seelen der Massen so manipuliert werden, dass die Menschen (die unmenschlichen Bedingungen) nicht nur akzeptieren, sondern sie geradezu lieben werden." Aldous Huxley (1894-1963), englischer Schriftsteller und Autor des Kultromans "Schöne Neue Welt" ("Brave New World", 1932. Hier übersetzt als "Wackere Neue Welt"). Ausschnitt aus der TV-Sendung "Aldous Huxley zu Überbevölkerung und Totalitarismus".

Ganze Sendung