Jiddu Krishnamurti

Jiddu Krishnamurti
Wir werden sehen wie wichtig es ist die radikale Revolution in den Köpfen der Menschen zu verursachen. Die Krise ist eine Krise des Bewusstseins. Ein Krise, die nicht mehr die alten Normen akzeptieren kann, die alten Muster, die uralten Traditionen. Wenn man in Betracht zieht, was die Welt jetzt ist, mit all dem Elend, den Konflikten, der zerstörerischen Brutalität, Aggressionen usw. Der Mensch ist immer noch wie er war. Er ist immer noch brutal, zerstörerisch, aggressiv, habgierig, wetteifernd. Er hat eine Gesellschaft darauf aufgebaut.

Donnerstag, 8. Juni 2017

Ein unerwartetes Gespräch mit Gott ♥ Kapitel 5 || N.D. Walsch

Neale: Ich möchte darüber sprechen, wie einfach es für uns sein kann, die Dinge zu ändern, indem wir mit unserem kollektiven Bewusstsein einfach einen Gang höher schalten.

Gott: Es wird in der Tat einfach sein. Bemerkenswert einfach. Ihr könnt „die Dinge ändern“, aber nur, wenn ihr wisst, was genau ihr verändern wollt. Eine Diskussion darüber, was gerade nicht gut funktioniert, kann sehr nützlich sein, weil sie der Menschheit ermöglicht, sich darüber klar zu werden, wo Verbesserungen wünschenswert sind.
Das gilt besonders für Menschen, die normalerweise eine „Vogel-Strauß-Mentalität“ an den Tag legen, also nichts „Böses“ sehen und hören oder darüber sprechen zu wollen, weswegen sie gern die Augen vor Missständen verschließen.

Neale: Ja. Aber ich sehe schon die Verteidiger in Stellung gehen und sagen: „Nun mal langsam! Wir haben doch schon enorme Fortschritte gemacht!“ Und wenn sie einwenden, dass die Lage früher viel schlechter war, stimmt das sogar.

Gott: Und was würdest du ihnen entgegnen?

Neale: Ich würde sagen: „Ja, aber soll das alles sein? Soll sich unsere globale Menschheitserfahrung auf das bisher Erreichte beschränken?“ Wäre es nicht gut, wenigstens sagen zu können, dass unsere Spezies endlich zivilisiert geworden ist?
       Dann würde ich sie einladen, sich selbst ein Urteil zu bilden. Ich würde auf Dinge hinweisen, die vielen Menschen gar nicht bekannt sind – oder über die sie nicht nachdenken. Nicht nachdenken wollen.

Gott: Als da wären?

Neale: Da wäre z.B. die Tatsache, dass aber 1,5 Milliarden Menschen jetzt in diesem Moment keinen Zugang zu Elektrizität haben, im 21. Jahrhundert. Und die Tatsache, dass noch mehr Menschen 1,6 Milliarden, nicht mal Zugang zu sauberem Wasser haben. Und die Tatsache, dass noch erheblich mehr Menschen, über 2,5 Milliarden keine Toilette besitzen.
       Manches davon mag man als bloße Einschränkung der Bequemlichkeit betrachten, aber diese Zustände haben enorme Folgen. Über 19.000 Kinder sterben auf diesem Planeten täglich an vermeidbaren Krankheiten wie Malaria, Durchfall und Lungenentzündung.
       Und dann ist da dieses Problem, dass wir, wenn wir das wollten, über Nacht lösen könnten: IN JEDER STUNDE VERHUNGERN AUF DIESEM PLANETEN 650 KINDER.
       Währenddessen verfügen die 85 reichsten Leute der Welt über mehr Geld und Besitz als 3,5 Milliarden Menschen … das ist die Hälfte der Weltbevölkerung … zusammen.
       Viele Leute beharren darauf, dass dagegen überhaupt nicht einzuwenden sei. Zu diesen Verteidigern würde ich sagen: „Was denkt ihr? Sind wir eine zivilisierte Spezies?“

Gott: Und was würden sie antworten, was glaubst du?

Neale: Nun, ich hatte schon manche solche Diskussion, und viele Leute gehen dabei in die Defensive. Besonders wenn sie zu jenem kleinen Prozentsatz der Weltbevölkerung gehören, der den größten Teil des Reichtums und der Ressourcen kontrolliert.
       Sie antworten, dass die Besitzenden sich wirklich dafür einsetzen würden, den Wohlstand der „Habenichtse“ zu erhöhen. Und viele von ihnen, wenn auch bei Weitem nicht alle, haben sich tatsächlich in dieser Hinsicht bemüht. Nicht die einzelnen Menschen sind das Problem, sondern die gesellschaftlichen Institutionen. Das „System“, so wie es aufgebaut wurde. Es sind die ökonomischen Strukturen und Verhältnisse.

Gott: Aber ihr seid noch eine junge Spezies, die noch nach dem für sie richtigem Weg sucht.

Das Resultat ist, dass viele unserer Spezies als „zivilisiert“ beschreiben, trotz der Tatsache, dass wir immer noch Massenvernichtungswaffen bauen und tatsächlich gar mit deren Anwendung drohen, in einer Weltgemeinschaft, die es bis heute nicht schafft, einfach friedlich miteinander auszukommen.
UND ICH FRAGE MICH: IST DAS ZIVILISIERT?
       Viele beschreiben unserer Spezies als „zivilisiert“, trotz der Tatsache, dass wir immer noch andere Menschen töten, um Menschen zu lehren, dass es nicht in Ordnung ist, Menschen zu töten -
und wir sind blind für diesen doch eigentlich offensichtlichen Widerspruch.
UND ICH FRAGE MICH: ERGIBT DAS IRGENDEINEN SINN?
       Viele beschreiben unserer Spezies als „zivilisiert“, trotz der Tatsache, dass wir immer noch behaupten, ein liebender Gott wolle nicht, dass zwei Menschen gleichen Geschlechts, die einander lieben, heiraten – ja, dass er das selbst dann nicht wolle, wenn zwei heterosexuelle Menschen nicht die gleiche Hautfarbe haben oder nicht der gleichen Ethnie oder Kultur angehören.
UND ICH FRAGE MICH: IST DAS UNSERE DEFINITION VON LIEBE?
       Viele beschreiben unserer Spezies als „zivilisiert“, trotz der Tatsache, dass wir immer noch andere Lebewesen brutal töten und ihr Fleisch verzehren, wobei wir vorgaben, dass diese Geschöpfe nicht über genügend Selbstbewusstheit verfügen, um unter der Art und Weise zu leiden, wie wir sie aufziehen und schlachten – oder dass es einfach egal ist, ob sie leiden, weil wir Menschen über sie HERRSCHEN und mit ihnen machen können, was immer wir wollen.
UND ICH FRAGE MICH: SOLL DAS DIE ANGEBLICHE „MENSCHLICHKEIT“ SEIN, DIE WIR UNS ZUSCHREIBEN?
       Viele beschreiben unserer Spezies als „zivilisiert“, trotz der Tatsache, dass wir immer noch Krebserzeugende Substanzen rauchen und essen und dabei ignorieren, wie sehr so viele von uns unter dem leiden, was wir uns damit antun, und dass wir immer noch Alkohol und Drogen missbrauchen und so tun, als könne man mit diesen Substanzen umgehen – während wir in Wahrheit überhaupt nicht mit ihnen umgehen können, sondern erleben, wie sie unsere Persönlichkeit verändern, die Wurzel unseres Seins.
UND ICH FRAGE MICH: BEWEISEN WIR DAMIT UNSERE INTELLIGENZ?

Gott: Das diese Zustände (albtraumhafte Züge), die du beschreibst, heute auf so dramatische Weise zutage treten, macht diese Zeit für euch zur PERFEKTEN ZEIT für Fortschritt.
Vor fünfzig Jahren – sogar vor zwanzig Jahren -, vor der enormen Verbreitung des Internets und der enormen globalen Reichweite der sozialen Medien, existierten diese Zustände auch schon, aber weniger Menschen nahmen davon Notiz.

Neale: Ich verstehe, was du meinst. Für die Menschheit ist „die Zeit reif“ wirklich etwas zu verändern, weil sich heute alle informieren können – nicht nur ein paar Leute hier und da in einer Aktivistengruppe, einer akademischen Einrichtung oder Regierungsstelle. Alle können sich der herrschenden Probleme bewusst werden und sehen, wie verbreitet diese Probleme sind.
Kannst du dir vorstellen, dass auf einem Planeten, dessen Bewohner sich für ziemlich hoch entwickelt halten, 1,6 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser haben?


Gott: Dir ist also klar, dass ihr keine Probleme lösen könnt, von denen ihr nichts wisst – und dass das Wissen und der Austausch darüber etwas ist, was ihr feiern könnt, weil so das perfekte Klima dafür erzeugt wird, dass Probleme wirklich angegangen und Lösungen geschaffen werden.

Neale: Genau! Oder anders ausgedrückt, NOTWENDIGKEIT ist die MUTTER neuer Erfindungen. Ich habe die große Hoffnung, dass das Abenteuer Menschheit eine der erfolgreichsten und freudigsten Ausdrucksformen des Lebens im ganzen Kosmos werden wird. UND MIR IST KLAR, DASS WIR NUR EINE ENTSCHEIDUNG DAVON ENTFERNT SIND, DIES ZU ERSCHAFFEN.

Gott: Und worin besteht diese Entscheidung?

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